Während wir noch auf Exklusivberichte von DEM L-Beach warten, möchte ich euch AUF JEDEN FALL noch die FILLY FOLLIES vorstellen, einen Burlesque- Truppe die nicht nur beim Queerbeatfestival für Aufsehen gesorgt haben. Burlesque, in Nordamerika längst in der queeren Szene angekommen, führt in Deutschland noch ein Stiefmütterchendasein. Und das ist bei diesen Damen GAR NICHT angebracht! Doch lest selbst und geht dann gucken:
Ihr, die Filly Follies seid eine New-Burlesque- Truppe aus München. Was versteht Ihr darunter?
Diva Desaster: Burlesque ist sehr schwer zu definieren, da es soo viele Facetten hat. Auf der einen Seite bestehen die Performances aus kleinen Geschichten, die humorvoll und satierisch dargestellt werden in dem man sich entblöst. Auf der anderen Seite kann Burlesque etwas sehr klassisches und glamouröses sein.
Für beides gilt aber, dass die eigene Sexualität und Striptesase zelebriert wird, in einer Art die nichts mit den üblichen Klischee von Striptease zu tun hat.
Wie kamt Ihr auf die Idee, Burlesque zu machen? Gibt es Vorbilder die Ihr habt?
Aphrodite Divine: Vor einigen Jahres habe ich im Fernsehen in eine Reportage über New Burlesque hineingezappt. Da sah ich eine rothaarige, wunderschöne, überaus kurvige Frau, die nur mit einem grünen Glitzerstring bekleidet ein Rad schlug auf der Bühne…das hat mich echt beeindruckt, so schön und unverfroren wollte ich auch sein!
Es geht bei Burlesque viel um Bekleiden, respektive Entkleiden. Wo bekommt Ihr Eure Kleider her?
ChiChi Bouvet: Unsere Kostüme machen wir selbst. Das macht sehr viel Spaß und gehört irgendwie auch mit zur Leidenschaft für Burlesque dazu.
Seht Ihr bei Eurer Show einen feministischen oder queeren Bezug?
Aphrodite Divine: Queer im Sinne von grenzüberschreitend, bzw. anders sind wir sicherlich. Unser selbstbewusstes Auftreten
als Performerinnen jenseits des gängigen “Silikon-Fitness-Studio-Diät”-Wahns ist schon fast ein feministisches Manifest an sich, finde ich. Bei uns zählt bei aller Ästhetik die Ausstrahlung mehr als ein flacher Bauch oder stramme Schenkel. Das erklärt vielleicht auch warum unser Publikum, anders als beim klassischen Striptease, zu einem großen Teil weiblich und/oder queer ist.
Warum sollten wir Euch unbedingt anschauen?
Diva Desaster: Weil Burlesque sehr unterhaltsam ist!
Mehr Infos über die Filly Follies findet ihr HIER, live zu sehen sind sie am 12.06. im Theater Drehleier (München). Es ist eine Wiederholung des Glamouresque-Programms mit den Filly Follies und tollen Gästen aus München (Stormy Heather)und Stuttgart (Diamonds in Disguise).
Einlass ist um 18: 30, Beginn um 20:30, Karten zu 13€ sind in Kürze bei den Filly Follies oder beim Theater erhältlich.
