Posts Tagged ‘Konsum’

Me and my Doppelbusen

Posted 17 Mrz 2010 — by Arielle
Category Popkultur

Was ein Doppelbusen ist, lernte ich neulich bei der beeindruckenden BBC-Doumentation “Me and my big breasts”: Nämlich, das, was entsteht, wenn man einen zu kleinen BH trägt. Überhaupt ist das Leben mit großen Brüsten verdammt schwer. Rückenprobleme und spezialangefertigte Büstenhalter in Größe Doppel F oder G für teures Geld sind noch die kleinsten Übel. Drei junge Frauen zeigen in der Doku ihren Umgang mit ihrem XXXL-Busen.

In Bayern gibt es für den Doppelbusen eigens einen extra Dirndl-BH. Der presst alles ordentlich zusammen und in die Höhe – das treibt jeder Damenoberbekleidungsfachverkäuferin die Tränen in die Augen. Erfreut aber so manches Damen- und Herrenauge.

bedeckte körper sind in ordnung

Posted 04 Mrz 2010 — by Pet
Category Konsum

Dov Charney, CEO von American Apparel produziert lokal und nicht in Billigländern und entlohnt seine Mitarbeiter weit über dem in Amerika üblichen Level. Die Models sind keine Profis und bekommen 50 Dollar für das Shooting (SZ 08.08.2006). Seine Philosophie “Profit durch Innovation, nicht durch Ausbeutung” geht auf, American Apparel Stores sprießen auch in Deutschlands  Trendstraßen aus dem Boden. Ich liebe sein lila, seine “legalize gay” Unterhosen und seine Nickipullis. Die Jungsmode ist schön schwul und meiner Körpergröße angemessen.

Und nun also das. Auf der Startseite von americanapparel führt die private “Nathalia”, wie wir erfahren, für 50 Dollar die neue Fischnetz- Strumpfhose vor. Damit der Blick auf die Strumpfhose frei ist, trägt sie sonst nichts weiter, was dann doch erstaunlicher Weise(!!!) ablenkt und ein Gefühl von Homesoftporno vermittelt. TOTAL innovativ und bestimmt ganz ohne Ausbeutung. Ich komme mir wieder wahnsinnig naiv vor, kaufe ab jetzt nur noch bei Kuyichi, summe Peter Lichts Lied

und frage mich ob ich auch irgendwann so verquarzt werde wie dieser Youtube- Star…

holy shit shopping

Posted 11 Dez 2009 — by Pet
Category Queere Momente

Vor ein paar Jahren war ich hin- und weg. In der heimlichen Trendzentrale Hamburg durfte ich an einem Dezemberwochenende dem Holy- Shit- Shopping beiwohnen, einem Weihnachtsbasar für Fortgeschrittene. Die VeranstalterInnen versprachen der Besucherin, Kunst und Design in Club-Atmosphäre einkaufen zu können. Das war alles sehr stylisch und trendig, ich kaufte nichts wegen Überforderung und fühlte mich dennoch erstaunlich entspannt.

Dieses Jahr wird um sich gegriffen: Holy Shit tourt weiter nach Berlin und Stuttgart, die Berliner Trendmafia wirbt mit “Shoppen – Staunen – Chillen – Genießen” und stopft Berlinalike alle Wochenenden voll. Selbst im Postkartenmotiv- München finden dieses Wochenende gleich DREI alternative Weihnachtsmärkte statt. In der Muffathalle zeigen beim Glockenbachweihnachtsmarkt Condo und Freunde fairtrade und selfmade Köstlichkeiten aller Art, beim Kafe Kunst Fest im Kult versammeln sich Künstler von München bis New York zu Livemusik, Performances und Mixtape- Tauschbörse und bei Add to Basekt gibt’s den Jung- Designer- Bazar natürlich mit DJing und bestimmt mit chillen.

Köln zieht mit und lässt mich für den 19./20. Supermarkt goes Christmas Shopping ergoogeln, über dessen Title ich mich freu.

So sehr wie ich Fan von kleinen QueerArt- DoItYourself- Aktionen bin, ist mir hier ein bisschen zuviel Alternativkonsum zum Christen- Fest im Spiel. Mann, mir kann man’s ja auch nicht recht machen! Ich geh jetzt zu Norma und kauf mir einen Plastikbaum.

Und Ihr tauscht Euch bitte aus, wo man noch alles kreative, regional produzierte Einzelstücke von sympatischen Innovatisten kaufen kann.