Wir haben uns in der Vergangenheit über einige Sachen wohltemperiert aufgeregt. Ich für meinen Teil hatte das genaue Gegenteil eines persönlichen Reichsparteitages als ich folgende Schlagzeilen erst verdattert und dann erbost zur Kenntnis nahm:
“Frauen bescheiden sich beim Einkommen” Spiegel 6-7-2010
“Weiblich, bescheiden, übervorteilt” Spiegel 6-7-2010
“Frauen geben sich mit weniger zufrieden” Fokus 6-7-2010
“Gleicher Job, andere Bezahlung: Frauen wollen weniger” AZ 6-7-2010
“Ungleiche Bezahlung von Frauen: Sie sind doch nicht blöd” Süddeutsche 6-7-2010
“Studien zu Frauengehältern: Froh zu sein bedarf es wenig” Süddeutsche 6-7-2010
usw.
Die Originalquelle (DWI Berlin) drückt sich vorsichtiger aus: “Die Einkommensansprüche der Frauen sind – auch innerhalb der einzelnen Berufsstatusgruppen – deutlich geringer als die der Männer.”
Status:
Es ist 2010 in Zentraleuropa und der kollektive Minderwertigkeitskomplex (gerne mal versteckt unter dem Label “Gute Erziehung”) der Weiblichkeit ist weiterhin so fest verankert, das Frauen jeglicher sozidemografischen Coleur weiterhin und vollkommen selbstverständlich und ernsthaft annehmen sie wären ein VIERTEL weniger Wert als Männer.
Nicht nur sie selbst in Ihren eigenen Einkommenserwartung, sonder auch wenn sie anderen Frauen einen Wert zusprechen sollen.
EIN VIERTEL.
Bei gleicher Qualifikation und Arbeitsleistung billigen wir uns also nur 75% Entlohnung. Wir halten das für GERECHT.
Gerecht in einer Welt voller Türzuhalter, Seilschaftsmitglieder, Kaminzimmerverabreder, Herrenwitzaustauscher, Mobbing-/Mafialiebhaber und Arbeitsvermeider – oh, Entschuldigung – Arbeits(Freizeit-?)optimierer.
Gerecht in einer Welt voller “sozialkompetenter” HR-Menschen, zumeist Damen, die ihre Mitfrauen in angenehmen wattigen Wohlfühlgesprächen um 25% ihres Ertrags bringen, anstatt deren gerechte Ansprüche durchzusetzten.
Gerecht in einer Welt in der es in ganz Deutschland keine 3 nennenswerte Topmanagerinnen gibt und selbst in der Politik sich Damen nur durch schmerzfreie Sturheit gepaart mit exorbitanten Selbstdarstellungsdrang (Neudeutsch “Rampensau”) nach vorne Kämpfen konnten (i.e. Merkel, von der Leinen, Kühnast). Man braucht schon SEHR bunte Jäckchen & Haare um aus der erdrückenden Übermacht der graubefrackten Männleins herauszuragen.
Gerecht vor Dir selbst? Verdienst Du soviel wie dein Kollege? Warum verdienst Du nicht MEHR als dein Kollege? Mit großer Wahrscheinlichkeit arbeitest Du mehr, gehst mit deinen Aufgaben und den Dir anvertrauten Etats und Mitarbeiter verantwortlicher um und hast in der Regel eine besser Ausbildung und längere Berufserfahrung!
GEH HIN UND VERLANGE MEHR GELD! Weil Du damit nicht nur Respekt und Anerkennung für Dich, sonder für alle Frauen bekommst und Deinen Mitfrauen den Rücken stärkst.
Und dann schlag nochmal 10% drauf! Weil Du Dir ausserdem ein bisschen Spaß gönnen sollst – einfach so. Ohne Leiden, ohne Minderwertigkeit, ohne Sorgen. Weil Du das wert bist und das verdient hast.
Das Ziel 2011 heißt BITTE ein selbstbewusstes:






















Die erste Frau die eines der TOP-US-Pferderennen gewonnen hat. Die erste Frau die auf der New Yorker Rennbahn 5 Rennen am Stück gewonnen hat. Die erste Frau die ein Triple Crown Rennen gewonnen hat. Die erste Frau in der US Hall of Fame der Jockies: Julie Krone, einer der besten Jockies aller Zeiten. 



