Eins is’ mal sicher: In LA sind die Dykes schöner, schlanker, besser gestylt und haben jede Menge Tattoos – ich muss dann auch gleich mal los und in den Bereichen nachlegen…
Trotz Bedenken muss ich sagen: The REAL L-World ist angenehm und unterhaltsam anzusehen. Auch wenn man in LA selbst kaum so ruck zuck in diese Kreise kommt – das Lebensgefühl und die Charaktere sind glaubwürdig (auch wenn alle Beteiligten offensichtlich Profis des “Reality”-TV’s sind) und die niggeliggen Alltagsgeschichten haben einen hohen Wiedererkennungswert! Ich sage nur “immer wieder Sonntags Digelingeling”…
Es gibt sogar eine “Shane” – was braucht Frau mehr!
Was Schweizer Leserinnen schon wissen (dank der fabelhaften Frauenzimmer ): L Word bekommt ein Nachwuchs- The REAL L Word. Sechs langhaarige lesbische Karrierefrauen zufällig ausgewählt in L.A. -die liegen da wie Blätter auf den Straßen- unterhalten uns ab 20. Juni unter der Obhut von Ilene Chaiken. Ihren echten wahrenAlltag dürfen wir dann mitbekommen, vom Zähneputzen übers Businessgeschäfte machen. Ob das was wird? Dorothy Snaker von After Ellen ist skeptisch, aus dem Trailer wird man auch nicht schlau. Aber wir Lesben sind ja wie die kleinen Negerkinder so dankbar um jeden Strohhalm den man uns reicht, egal ob der in der Kokosnuss, im Prosecco auf Eis oder woanders steckt. Und so bleib ich “on track” um den schnellsten Zugang zum L Word Material zu haben, denn was gibt es Schöneres, als im Club zu gossippen. Hier erstmal der Trailer
Wir haben Terri losgeschickt, um auf dem Queerbeatfestival Kiyomi von “Hunter Valentine”, der kanadischen Newcomer-Band, zu interviewen. Die beiden Interviewpartnerinnen ließen sich nicht einmal von Fanübergriffen abhalten, konzentriert im “Gespräch” zu bleiben . Hier das Interview exklusiv für Euch:
The name of your new album is „Lessons from the Late Night“. What is a late night’s lesson?
If you make a mistake in a late night it should never be a regret, it should only ever be taken as a lesson. What is the perfect moment to listen to your music?
The perfect moment to listen to our music is when you’ve had a really bad day and you get home, it’s late at night, you’re by yourself and you need to get some aggression out or relax at the same time and you wanna walk away from it a little bit inspired. When you need motivation and inspiration. When you’re questioning things, when you need to be inspired again. With whom would you like to make a song together?
I would like to make a song with Brody from the Distillers. Canadas queer music scene is expanding since a good while. How do you define „queerness“?
It’s funny that you use the word define. I think that queerness is about being very open, and not defining any role, whether it comes to gender roles or roles of sexuality. I think that somebody who is queer is open to everything and has a very welcoming spirit. In 3 days you will be continuing your tour through Canada. Do you have time to spend in Munich and what will you do?
Tomorrow we’re going to be eating as many sausages as possible, and trying every German beer possible. Then we will go to Canada and tour Canada. It’s your first show in Germany. Do you have an image of the typical German in mind? Maybe it has changed already?
After tonight everything has changed! What a great crowd, what an exciting moment to be able to play for, such an energized and spirited crowd. A lot of times North Americans can be worried about „how cool, they look so fine”, and in Germany it seems like people can have a good time and are really fallen to the music. This is the best festival to start your career in Germany. Queer Beats is…
…phenomenal, great. And the girls are cute, too! Will you stay here at the party and enjoy or will you leave soon?
Yes, we’re gonna hang out with these guys (Hunx & Punx, Anm. d. Red.) and watch their show. Thank you very much!
2004 in Toronto gegründet, rocken Kiyomi, Laura und Adrienne bereits erfolgreich Kanadas Szene. 2006 erschien ihr erstes Album „The Impatient Romantic“, das im Mai einen Nachfolger bekommt, „Lessons from the Late Night“. Mittlerweile leben sie in New York und gaben beim Queer Beats Festival ihren ersten Gig in Europa. Nach dem Interview hat Terri die Drummerin Laura im Armdrücken besiegt. Man munkelt, dass das lediglich daran lag, weil Laura währenddessen Autogramme für ihre Fans geschrieben hat.
In einer Oberschule in Mississippi ist laut SZ der Abschlussball abgesagt worden, weil eine 18 Jährige im Anzug gehen wollte und ihre Freundin mitnehmen wollte. Die Regeln des Schulbezirks sehen jedoch vor, dass nur Paare unterschiedlichen Geschlechts am Abschlussball teilnehmen dürfen. Das hält die amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU Artikel) für verfassungswidrig. In der US Today sagt die Schülerin, das sie “einige Schüler dafür hassen” werden. Da bleibt zu hoffen,dass sie privat eine Party organisieren (was natürlich nicht wirklich ein Ersatz ist) und der Schulbezirk zurecht gewiesen wird.
Brigitte macht Ernst: Im neuen Heft fliegen Naomi, Claudia und Linda raus. Stattdessen führen Ina, Sarah und – äh – Brigitte die neuesten Modetrends vor. Mit der Aktion “Brigitte ohne Models” gelingt der alten Dame der deutschen Frauenzeitschriften hoffentlich mehr als ein PR-Gag.
“Weil Kleidung heute keine Frage von Trends, sondern von Persönlichkeit ist. Weil neue Looks nicht nur auf dem Laufsteg entstehen, sondern auf den Straßen, in der Schule, auf Konzertbühnen, im Kino, im Café um die Ecke. Weil wir Mode und Beauty in Zukunft an Frauen zeigen wollen, die nicht den oft perversen Gesetzen des Modelgeschäfts unterworfen sind, sondern mitten im Leben stehen.” Die Macherinnen machen nicht mehr mit bei Magermode an genormten Models. Klingt erst mal gut.
Modemacher gaben der neuen Linie keine Chance: Zu wenig Haute Couture, die überhaupt in Normalgröße existiert, Bewegungen und Ausdruck seien Resultate von Profimodel-Jobs und nicht von guter Laune am Set. So weit, so vorhersehbar. Aber auch die Leserinnen diskutierten kontrovers: Viele begrüßen den Schritt als mutig und wegweisend für den Abriß klassischer Schönheitsideale. Andere Frauen kritisieren, dass durch Diättipps und Strickmuster dennoch ein konventionelles Frauenbild zementiert würde – nur eben in Größe 38/40 statt in 32/34. Ob das dann unbedingt neue Perspektiven für/auf/von Frauen sind, scheint eher unwahrscheinlich. Ich persönlich hätte nichts gegen das ein oder andere moderne Mädchen von nebenan einzuwenden, wenn es denn so schmuck ist, wie dieses – übrigens Model der Londonder Agentur ugly models.
Auch wenn die Kombi aus saisonal wiederkehrenden Einrichtungstipps, Modestrecken und Betroffenheitsreportagen wenig innovativ ist, setzt “Mode ohne Models” doch immerhin ein Signal im Einheitsbrei der Frauenzeitschriften. Und dass Brigitte plötzlich feministisch und revolutionär wird – nur weil sie nette Damen von nebenan zeigen – war vermutlich nie geplant.
Insofern: gespannt sein, Heft kaufen und selbst gucken! Für alle anderen gibt´s ja zum Glück Missy Mag, Bitch und viele spannende Blogs.
Obwohl 50% aller weltweit Infizierter Frauen sind, sind HIV-positive Frauen in Studien häufig unterrepräsentiert, schreibt die Deutsche Aids Gesellschaft. So werden die Nebenwirkungen von Medikamenten hinsichtlich Stoffwechsel, etc. nur unzureichend erforscht. Desweiteren wird zwar in deutschen Studien auf deutliche Defizite in der sozio-ökonomischen Situation von Frauen mit HIV hingewiesen, konkrete Strategien und Ansätze fehlen jedoch.
Was hat das mit uns Lesben zu tun? Nüscht, denn wir stecken uns ja nicht an, weil wir ja gar kein MSM haben (häuftigster Übertragungsart, Sex von Mann zu Mann). Soweit die Verdrängungstheorie.
Herr Prof. Jürgen Rockstroh geht davon aus, dass rund 30 Prozent der Infizierten in Deutschland nichts von ihrer Immunschwäche wissen. Die Studien von HIV und Lesben sind dürftig, klar ist jedoch, dass bei Verletzungen an Händen, in der Mundschleimhaut und beim Durchtauschen von Sextoys Ansteckungen möglich sind. Durch Menstruationsblut wird die Gefahr erhöht.
Was tun? Dental Dams (“Lecktücher”), Präservative, Femidoms und Frischhaltefolien muss Frau mögen. Allerdings kann das bei häufigem PartnerInnenwechsel Sinn machen. Grundsätzlich geht es aber wohl draum, dass Thema nicht vom Tisch fallen zu lassen, sich mit den Partnerinnnen auszutauschen, HIV Tests zu machen, mit Spielzeugen und Sexualpraktiken bewusst umzugehen, oder?
Die neue Scheibe “Sainthood” der spherischen Dyke-Zwillinge aus Kanada ist noch nicht raus, kann aber im Rahmen der aktuellen Tour schon mal “vorgehört” werden:
Hamburg: November 25 im Grunspan
Berlin: November 26 im Astra
München: November 27 in der Theaterfabrik
Köln: November 28 im Ewerk
Damals: Beim 10. Geburtstag des Candy Clubs in München haben sich die Damen und Herren von Dance Yourself To Death dermaßen gefreut, dass die Freude durch das Publikum (fast) nicht mehr zu überbieten war. Sie hüpften, sprangen, legten Kassengestellbrillen ab und sangen im Unterhemd. So soll eine 80er (geborene) Band sein, irgendwo zwischen The Organ, A-ha und der früheren Madonna. Neben mir hielt sich wacker die Immobilienmaklerin und Kontrolllesbe und kreischte abwechselnd auf die Bühne und in mein Ohr :”die soll sich AUSZIEHEN, die sind SO GEIL” Obschon ich ihre Meinung teilte, fühlte ich mich auch musikalisch unterhalten, meine Beine bewegten sich heftig im Tanz. Später, munkelt frau, hat Jen auf Brüsten signiert und Carmen sich deutsch beibringen lassen. Man weiß es nicht, wir werden es überprüfen müssen:
DYTD tourt in Europa.
unter anderem heute im B72 in Wien, am 5. November im Magnet Club, Berlin, am Abend vorher spielen sie unplugged im Silver Future. Zur Misshapesparty im Molotow in Hamburg am 9. November, und so weiter. Auf jeden Fall am 27. November im Candy Club (Orangehouse) in München und ich werde GENAU hinschauen. Was dann meine Beine machen is mir wurscht, solln sie sich doch zu Tode tanzen.