Das kann doch nur gut gehen: 4000 Lesben, die sich an der Ostsee zum feiern treffen. Mit dabei sind MEN, Dance yourself to death, Fagget Fairys, Uh Huh Her (mit “Alice” aus L-Word) Elli Erl, Steffi List und andere lesbische Größen.
Auch dabei: Terri, die uns auf dem Facebook Profil von Moderne Mädchen mit News versorgt während sie DJ’s in die Pool-Area lockt. Also: schnell anmelden und informiert sein!
L- Berichterstattung bei L-Beach
Category Feiern
Hanni und Nanni sind tot
Category Politik
Das Flugzeugunglück, bei dem der polnische Präsident, Regierungsmitglieder und viele weitere Menschen ums Leben kamen, ist tragisch. Wenn Menschen verunglücken, steht Mitgefühl mit den Angehörigen an erster Stelle. Wenn Prominente verunglücken, packen Redaktionen ihre vorgeschriebenen Nachrufe aus, in denen das Lebenswerk des Verstorbenen eingeordnet und bewertet wird.
Für Lech Kaczynski lagen entweder keine Nachrufe in den Schubladen oder die Mehrheit der Verantwortlichen litt unter Amnesie. ARD, ZDF und spiegel.de berichteten am Samstag über das Unglück, als wären Barack Obama, Peter Sloterdijk und Lech Walensa zusammen gestorben: “Polen trauert um seine geistige Elite”, “Das polnische Volk liebt seinen Präsidenten”. Aha.
Kein Wort über den konservativen Schub, den die Kaczynski-Brüder mit ihrer nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) dem Land gaben. Die Brüder hielten die EU mit ihrer Quotenforderung auf Trab und stellten sich offen gegen Homosexualität. Auch die Situation für Migranten und Asylsuchende ist nicht gerade einfach.
Queer.de berichtet als einer der wenigen auch über die Schattenseiten der polnischen Politik. Die Situation für queerfolk ist trotz gesetzlicher Verbesserungen sehr schwierig. Polen gilt als eins der homophobsten Länder Europas.
Kaczynski outete sich mit simpel gestrickten Welt- und Wertvorstellungen: Vom “Aussterben bedroht” wäre die Menschheit, wenn sich nur 50% der Männer nur noch für Männer interessieren würden. “Unvorstellbar”, dass Homosexuellen die gleichen Rechte wie Heterosexuelle bekämen.
Polen verfügt über weitaus geistvollere Geister. Einige von Ihnen saßen ebenfalls in der Unglücksmaschine. Mein Mitgefühl gilt denjenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Um den Politiker Kaczynski trauere ich nicht.
Ansehen!
Category Popkultur
Schon der Trailer hat mich in den Kinosessel gehauen:
Als Hauptdarstellerin Gabourey Sidibe für den Oscar in “Precious” nominiert wurde, zerrissen sich viele das Maul über die “dicke Schwarze” oder die “schwarze Dicke” – je nach Hirnausstattung des Absenders.
Lee Daniels Film basiert auf dem Bestseller „Push“ von Sapphire aus dem Jahr 1996, einem Kultbuch für Jugendliche. Die Verfilmung, die mit Unterstützung von Oprah Winfrey und Hollywood-Moguls Tyler Perry einen Verleih fand, lief auf allen großen Festivals. In den USA kritisierten viele , dass rassistische Stereotypen zur soziologischen Peepshow aufgepusht werden. Der schwarze Regisseur Lee Daniels konterte: Er zeige lediglich die Welt, in der er aufgewachsen ist. Well, let´s watch and see.
Wir sind gespannt, was ihr über den Film denkt. Natürlich erst, nachdem wir ihn alle gesehen haben.
Jetz mal in echt
Category Konsum, Queere Momente
Was Schweizer Leserinnen schon wissen (dank der fabelhaften Frauenzimmer ): L Word bekommt ein Nachwuchs- The REAL L Word. Sechs langhaarige lesbische Karrierefrauen zufällig ausgewählt in L.A. -die liegen da wie Blätter auf den Straßen- unterhalten uns ab 20. Juni unter der Obhut von Ilene Chaiken. Ihren echten wahren Alltag dürfen wir dann mitbekommen, vom Zähneputzen übers Businessgeschäfte machen. Ob das was wird? Dorothy Snaker von After Ellen ist skeptisch, aus dem Trailer wird man auch nicht schlau. Aber wir Lesben sind ja wie die kleinen Negerkinder so dankbar um jeden Strohhalm den man uns reicht, egal ob der in der Kokosnuss, im Prosecco auf Eis oder woanders steckt. Und so bleib ich “on track” um den schnellsten Zugang zum L Word Material zu haben, denn was gibt es Schöneres, als im Club zu gossippen. Hier erstmal der Trailer
Jagen auf queerem Boden
Category Feiern, Musik, Queere Momente
Wir haben Terri losgeschickt, um auf dem Queerbeatfestival Kiyomi von “Hunter Valentine”, der kanadischen Newcomer-Band, zu interviewen. Die beiden Interviewpartnerinnen ließen sich nicht einmal von Fanübergriffen abhalten, konzentriert im “Gespräch” zu bleiben . Hier das Interview exklusiv für Euch:
The name of your new album is „Lessons from the Late Night“. What is a late night’s lesson?
If you make a mistake in a late night it should never be a regret, it should only ever be taken as a lesson.
What is the perfect moment to listen to your music?
The perfect moment to listen to our music is when you’ve had a really bad day and you get home, it’s late at night, you’re by yourself and you need to get some aggression out or relax at the same time and you wanna walk away from it a little bit inspired. When you need motivation and inspiration. When you’re questioning things, when you need to be inspired again.
With whom would you like to make a song together?
I would like to make a song with Brody from the Distillers.
Canadas queer music scene is expanding since a good while. How do you define „queerness“?
It’s funny that you use the word define. I think that queerness is about being very open, and not defining any role, whether it comes to gender roles or roles of sexuality. I think that somebody who is queer is open to everything and has a very welcoming spirit.
In 3 days you will be continuing your tour through Canada. Do you have time to spend in Munich and what will you do?
Tomorrow we’re going to be eating as many sausages as possible, and trying every German beer possible. Then we will go to Canada and tour Canada.
It’s your first show in Germany. Do you have an image of the typical German in mind? Maybe it has changed already?
After tonight everything has changed! What a great crowd, what an exciting moment to be able to play for, such an energized and spirited crowd. A lot of times North Americans can be worried about „how cool, they look so fine”, and in Germany it seems like people can have a good time and are really fallen to the music.
This is the best festival to start your career in Germany. Queer Beats is…
…phenomenal, great. And the girls are cute, too!
Will you stay here at the party and enjoy or will you leave soon?
Yes, we’re gonna hang out with these guys (Hunx & Punx, Anm. d. Red.) and watch their show.
Thank you very much!
2004 in Toronto gegründet, rocken Kiyomi, Laura und Adrienne bereits erfolgreich Kanadas Szene. 2006 erschien ihr erstes Album „The Impatient Romantic“, das im Mai einen Nachfolger bekommt, „Lessons from the Late Night“. Mittlerweile leben sie in New York und gaben beim Queer Beats Festival ihren ersten Gig in Europa. Nach dem Interview hat Terri die Drummerin Laura im Armdrücken besiegt. Man munkelt, dass das lediglich daran lag, weil Laura währenddessen Autogramme für ihre Fans geschrieben hat.
Porn Overload
Category Anderswo, Heldinnen, Queere Momente
CoCo La Creme, Jury- Mitglied des Feminist Porn Award (Toronto) berichtet auf der Seite von Good For Her von der harten Arbeit des Porno Schauens, um ein fachgerechtes Urteil abzugeben. Ihre zentrale Frage ist: wieviel Porno kann ein Mensch schauen, ohne abzudrehen. Wie sie 40-60 Pornos in vier Wochen meistert könnt ihr in dem bezaubernden goodforher-blog artikel nachlesen.
De
r Feminist Porn Award findet am 8. April zum 5. Mal in Toronto statt und hat seit letztem Jahr sogar ein europäisches Pendant in Berlin, Juhu! Die Veranstalter handeln nach der Grundlage, dass die einzige Antwort auf schlechte Pornos MEHR Pornos sein können (Annie Sprinkle) und prämieren die besten Pornos in Kategorien wie Hottest Kink Film, Sexiest Straight Movie, Steamiest Trans Movie etc.. Voraussetzung ist, dass eine Frau den Porno geschrieben hat oder für Produktion oder Regie verantwortlich ist, authentische weibliche Lust gezeigt wird und die Grenzen von der üblichen Darstellung von Sexualität im Mainstream Porno erweitert werden.
Beim Besuch des Feminist Porn Award 2008 war ich von der ausgelassenen Stimmung begeistert, mit viel Engagement und Liebe prämierte die Jury unter anderem Five Hot Storys For Her von Erika Lust (Vorsicht: nicht in der Übersetzung anschauen!) zum Film des Jahres und wir hielten uns irgendwo zwischen schüchtern und artig auf unseren Plätzen. Der 2009 prämierte Film “Champion” wurde auch beim Verzaubert Film Festival gezeigt und begeisterte das Publikum mit einer Boxerinnen-Geschichte, die viel Zeit und Nebenhandlungen ließ, um unterschiedlichste queere Spielarten zu zeigen. Wir sind gespannt, an wen der Preis dieses Jahr geht!
Alors on dance!
Stromae werden zwar nicht beim zweiten QueerBeats Festival in der Muffathalle aufspielen, dafür läuft der Song aber regelmäßig bei der queeren Undergroundpartyschwester, dem Candy Club. Thomas Lechner, der beide Veranstaltungen ins Leben gerufen hat, erfreut die queeren Undergroundfans schon seit zehn Jahren mit sagenhaft fröhlichen Partys.

Für das Festival am 4. April 2010 hat Thomas schon zum zweiten Mal eine Reihe beachtlicher MusikerInnen und KünstlerInnen verpflichten können. Von Anat Ben David über die Faggot Fairys bis zu den Slagsmalsklubben wird es wild & zart, laut & leise, aber vor allem: spaßig und spannend! Hunter Valentine gibt ihr Europa Deput und wird uns mit ihrem schmucken Indie- Rock zum zucken bringen, hmmmm. Wir verlosen eine Freikarte. Frage: Welche Band aus PRAG ist beim QueerBeats Festival 2010 zu hören? Schreibt uns und unsere redaktionseigene bezaubernde Jeannie wird eine Gewinnerin für die Gästeliste erküren.
Hingehn! Tanzen! Amüsiern!
Ladyfest München
Category Feiern, Musik, Queere Momente
Laut Wiki ist ein Ladyfest “eine Bezeichnung für Kunst-Veranstaltungen, die meist von Frauen und Transgendern organisiert werden. Sie teilen die gemeinsame Zielsetzung, einer Unterrepräsentation von Frauen und Mädchen innerhalb der Musik- und Kunstszene entgegenzutreten. Das erste Ladyfest fand im August 2000 in Olympia (Washington) statt. …Die Ladyfest-Idee greift subkulturelle Elemente aus der Riot-Grrrl-Bewegung und von DIY-Ansätzen auf und entwickelt sie weiter; üblicherweise gibt es bei der mehrtägigen Veranstaltung ein breites Angebot an Workshops, Konzerten, Partys, Lesungen, Filmen, Diskussionsveranstaltungen und Ausstellungen mit queer/feministischer Thematik.”
Das alles vom 23.-25. April in Münchens alternativen Veranstaltungsorten
Eine Ladyfest Soliparty gibts am 27.03. im Queercafe im Tröpferlbad
The G-Chart
Category Politik
Bundesaußenminister Guido Westerwelle steht seit Wochen hart in der Kritik – politische Gegner und Journalisten werfen ihm Vetternwirtschaft und Verknüpfung von privaten und beruflichen Interessen vor. Die Süddeutsche Zeitung hat bei Alice abgeguckt und im Stil des L-Charts
die geschäftlichen, amourösen und familiären Verbindungen von Westerwelle dargestellt. Das ist aufschlussreich, schockiert aber nicht. Schließlich ist das Triumvirat aus Macht, Geld und Sex schon seit der griechischen Antike in der Politik zu Hause. Und auch der Korruptionsverdacht gehört zum Ritual der Medienberichterstattung. Wohl kaum ein Politiker hat nicht von seinem politischen Netzwerk profitiert und strebt brav nach dem Allgemeinwohl.

Neu an der Debatte ist lediglich, dass es sich bei der Begleitung nach Südamerika um Herrn Mronz und nicht um Frau Westerwelle handelt. Der Minister vermutet daher Schwulenfeindlichkeit: “Ich frage mich gelegentlich, ob das in anderen Konstellationen wirklich so kommentiert worden wäre von der Opposition”. Vermutlich ist die simple Wahrheit: Homosexuelle sind keine besseren Menschen und jede Opposition arbeitet mit derselben Phrasendreschmachine.









