home shit shopping

3 Kommentare
Posted 15 Dez 2009 in Konsum

Das Grauen hat einen Namen: Weihnachtszeit. Und die kleine Schwester des Grauens heißt Home Shopping. Der Vorteil ist, man kann entfliehen. Eine Zeit lang haben sie uns belustigt, die unprofessionellen Moderatorinnen, die geschmacksverirrte Produkte zu astronomischen Preisen und mit Drücker-Marketingmethoden unters (überwiegend weibliche) Volk bringen. Doch eigentlich sind die Geschäftsmodelle, die gezielt auf ältere Frauen mit niedrigem Einkommen zielen, alles andere als lustig.

In Westeuropa gibt es inzwischen mehr als 65 Shoppingkanäle bei 40 Sendern – die shoppingwütigsten sind die EngländerInnen, dicht gefolgt von Deutschen: Die Sender machen in beiden Ländern jeweils um die 1,5 Milliarden Euro Umsatz – Tendenz steigend. Stiftung Warentest warnt, dass die Produkte nicht nur schlechte Qualität haben, sondern in der Regel im regulären Handel billiger zu haben sind. Das Erfolgsgeheimnis liegt – wie bei jeder Werbung – im Versprechen, emotionale Bedürfnisse schnell zu befriedigen.

HSE 24 zählt nach eigenen Angaben 70 % Frauen zu Ihren zuschauenden Kundinnen, davon sind fast die Hälfte über 50. Unter 18 greift der Jugendschutz. Vielleicht sollte man hier ein Altersschutzgesetz geltend machen? Und lassen sich Frauen schneller mit Uschi-Glas-Cremetiegeln ködern, weil sie weniger berufstätig sind und daher tagsüber fernsehen, als Männer? Liegt es an realen oder empfundenen mangelnden Möglichkeiten einer kreativen Lebensgestaltung? Sind Frauen zu wenig mutig für ein Leben draußen? Fehlen Ihnen Aufgaben, sobald die Kinder aus dem Haus sind? Oder ist Olli Kalkofe einfach unwiederstehlich?

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3 Comments

  1. pan

    what the heck is a sreereader? maybe http://de.wikipedia.org/wiki/Screenreader?

    ich denke, dass zwischen den Verkäuferinnen und den zukünftigen Kundinnen so etwas wie eine persönliche Beziehung entsteht, eine Vertraute im Alltag, die sich scheinbar individuell um meine Bedürfnisse kümmert, ich mich als Kundin dort aufgehoben fühle. Und persönlich finde ich ja Bildschirmhshopping (in meinem Fall online-shopping) soviel entspannender, als in die Stadt zu stürtzen.

  2. Ich gehöre auch zu denen, die lieber bestellen, statt bei der Kälte durch die Stadt zu hetzen. Eigentlich zwar mehr online, aber interessanten TV-Angeboten bin ich auch nicht abgeneigt… ;-)

  3. Ich frage mich, wieso solche Werbesendungen überhaupt existieren und wer sowas schaut. Also ich schalte bei Werbung erstmal weg oder mache etwas anderes in der Zeit. Denke solche Sendungen sind auch gefährlicher als man denkt.
    Für Online Shopping braucht man oft ein gewisses Know-How, wie Internet funktioniert. Wer das drauf hat, weiß meistens auch, worauf er beim online shoppen achten muss. Aber telefonieren kann jeder… vor allem eben die älteren Damen, die sich von solchen Sendungen abzocken lassen.



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