holy shit shopping

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Posted 11 Dez 2009 in Queere Momente

Vor ein paar Jahren war ich hin- und weg. In der heimlichen Trendzentrale Hamburg durfte ich an einem Dezemberwochenende dem Holy- Shit- Shopping beiwohnen, einem Weihnachtsbasar für Fortgeschrittene. Die VeranstalterInnen versprachen der Besucherin, Kunst und Design in Club-Atmosphäre einkaufen zu können. Das war alles sehr stylisch und trendig, ich kaufte nichts wegen Überforderung und fühlte mich dennoch erstaunlich entspannt.

Dieses Jahr wird um sich gegriffen: Holy Shit tourt weiter nach Berlin und Stuttgart, die Berliner Trendmafia wirbt mit “Shoppen – Staunen – Chillen – Genießen” und stopft Berlinalike alle Wochenenden voll. Selbst im Postkartenmotiv- München finden dieses Wochenende gleich DREI alternative Weihnachtsmärkte statt. In der Muffathalle zeigen beim Glockenbachweihnachtsmarkt Condo und Freunde fairtrade und selfmade Köstlichkeiten aller Art, beim Kafe Kunst Fest im Kult versammeln sich Künstler von München bis New York zu Livemusik, Performances und Mixtape- Tauschbörse und bei Add to Basekt gibt’s den Jung- Designer- Bazar natürlich mit DJing und bestimmt mit chillen.

Köln zieht mit und lässt mich für den 19./20. Supermarkt goes Christmas Shopping ergoogeln, über dessen Title ich mich freu.

So sehr wie ich Fan von kleinen QueerArt- DoItYourself- Aktionen bin, ist mir hier ein bisschen zuviel Alternativkonsum zum Christen- Fest im Spiel. Mann, mir kann man’s ja auch nicht recht machen! Ich geh jetzt zu Norma und kauf mir einen Plastikbaum.

Und Ihr tauscht Euch bitte aus, wo man noch alles kreative, regional produzierte Einzelstücke von sympatischen Innovatisten kaufen kann.

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