Schöne Visualisierung für welche Strategien die Ökonomen des 20sten Jahrhunderts John Maynard Keynes und F. A. Hayek stehen… oder wie Männer die Welt verstehen und was sie daraus machen. Na Dankeschön. Auch brilliant – die Dekodamen am Bildrand. Jip, bloss nicht selber denken:
Archive for Januar, 2010
“Gerecht” – was ist das?
Category Heldinnen
Interessanter Weise werden aktuell die spannenden philosophischen Themen vom juristischen Lehrstuhl in Harvard diskutiert… dem juristischen! … in den USA! Traurig.
Aber wie dem auch sei: Michael Sandel ist der Philosophie-Pop-Star in Harvard mit seiner Vorlesungs- und Diskussionsreihen “JUSTICE“.
Was ist “gerecht”? Was darf, was muss der Staat? Was liegt in der Verantwortung des Einzelnen, einer Gruppe oder der Gesellschaft? Was ist der Sinn von “Recht”. Ist “Recht” auch “gerecht”? Und ganz nebenbei: Wie führt man einen Diskurs in einer großen Gruppe – regelmäßig nehmen Viele der über 1.000 Zuhörer aktiv am Meinungsaustausch teil. Have look:
“JUSTICE: Same Sex Marriage?”
Ausserdem gut: Lawrence Lessing spricht gerne über “böses Copyright” und “Korruption”:
“REMIX”
Wo sind unseren großen Denker und Denkerinnen?
Prüde oder Proud?
Category Konsum
Sexualerotische Verfügbarkeit schon ab 9,45 € und für Nur- Gucker ganz umsonst an aller Orten zur Weihnachtszeit. Triumph legt noch einen drauf: mit Spitzenwäsche und Wolllustlippen Bambi sein für einen guten Zweck. Und die 14-jährigen Mädchen bulemieren sich fröhlich in die Feiertage, begleiten sich zu Casting-Shows und betrinken sich mächtig mit Mixgetränken, damit sie sich später beim Sexen nicht so schämen müssen. Was hat das nochmal mit Weihnachten und Wäschemode zu tun? Fragile Frauenposen werden auf Hochglanz präsentiert zur Wünsch-Dir-Was Zeit, die alle glücklich machen kann: Für LustglotzerInnen am S-Bahnsteig, für Mädchen, Frauen, Weiterschenker spottbillig erhältlich um die Ecke.
Die Freizügigkeit der Werbung steht im eklatanten Widerspruch zum Körpererleben und sexuellem Selbstbewusstsein von vielen Mädchen und jungen Frauen. Die Shell-Jugendstudie von 2006 zeigt, dass nur 35% der Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren der Aussage (ziemlich) zustimmen, dass sie sich in ihrem Körper wohl fühlen. Laut Bravo-Jugendstudie von 2009 haben mit elf Jahren schon 16% der Mädchen eine Diät gemacht. Mit 14 Jahren geben 42% der Mädchen an, eine Diät ausprobiert zu haben.
Doch es stellt sich schon die Frage, wie das denn bitte gehen soll, sich schön, sexy, stark zu fühlen, wenn Medien & Werbung auch 10 Jahre nach der Jahrtausendwende magersuchtgeprägte Klischees reproduzieren. Das Modehaus Oberpollinger beschreibt in seinem Katalog die Frau als zurückhaltende Elfe, zarte, zerbrechliche, scheue Verführende mit gesenktem Blick und zerbrechlichen Ärmchen. Doch die Frauen, die uns beeindrucken schauen anders aus. Die Ruby-Kampagne von Body Shop zeigte uns schon 1999, dass es Zeit ist, “Selbstbewußtsein aufzubauen und sich von Schönheitsidealen zu lösen” (Roddick), Dove erfreute uns 2005 mit ihren entzückenden anderen Frauen und startete schließlich eine Initiative für mehr Selbstwertgefühl.
Vor dem Hintergrund, dass Näherinnen zu Billiglöhnen und unter gesundheitsschädlichsten Bedingungen Strings, Spitzen, Cups und Korsetts produzieren, rate ich nur eins:
Mädels, lasst die Wäsche weg und trägt dicke, große, kleine, flache, spitze, knackige, weiche, massige, feste, zarte, harte und andere tolle Hintern pur. Caus’ it’s all geil, if you like it!




