Bald ist es soweit: Während in den USA noch wild demonstriert und gefordert wird, haben wir in Deutschland viel mehr! Das Gleichstellungsgesetzt, die Homoehe und bald das erste burleske Polit-Dreamteam: Ein Frau als Kanzler und eine Homo als Aussenminister! Das soll uns erstmal einer nachmachen. Aber wollten wir das so?
Nun wird es kaum mehr zu verhindern sein und ich sollte mich doch freuen. Meine eigenen beiden, von mir über alle Maßen protegierten Profile – also Frauen und Homosexuelle – haben es geschafft und sind ganz oben angekommen, bei ihrem Marsch durch die Instanzen. Und das ist doch auch gut so! Hurra! Hurra. Hurra?
Meine interne Style Police schlägt zu und ich fühle mich unbehaglich. Mit einigem Schlucken konnte man sich an die aufrichtige, leider aber auch hausbackene Art von Frau Dr. Merkel gewöhnen. Und auch schon bei ihr war deutlich die Abwesenheit des Weltmännischen zu beklagen. Irgendwie hat sie das ja nun langsam aufgeholt, alle haben sich an die Dame mit den lustig bunten Jäckchen und der hölzernen Art gewöhnt. Passt ja auch ganz gut zu unserem charmbefreiten Bundespräsidenten und dem glückseligen harmoniebeschwibsten neuem Deutschland, in dem wir uns verblüfft wiederfinden.
Und nun dies. Dilemma. Dank herausragender politischer Arbeit (ja, ja, Respekt muss schon sein) steht Herr Westerwelle nun am Anfang seiner internationalen Karriere. Mit Schaudern kann man seine multilingualen Versuche auf Youtube und Co. degustieren, wenn man nur stark genug dafür ist.
Offener und banaler Schwulenfeindlichkeit (aber auch Glorifizierung meine lieben Mittucken) muss Einhalt geboten werden. Schließlich ist der Mann weder unser erster schwuler Aussenminister (vgl. Heinich v. Brentano unter Adenauer (!)), noch stigmatisiert durch seine besonders pupertäre Form von Hausbackenheit (Ach, das Adjektiv hatte ich schon bei Frau Merkel benutzt? Sic!). Selbst die Abwesenheit jeglichen Fremdsprachentalents und multikulturellen Reportairs ist in bester deutscher Politikertradition – was mich schamvoll erschaudern lässt, aber kaum ein homosexuelles Manko sein dürfte.
Nun muss sich Westerwelle also beweisen? Ein Aussenminister kann ja wenig Schaden anrichten, oder? Ich – modernes Mädchen, Frau und Homo – würde mich stets gerne von Homosexuellen (…Frauen?), aber noch viel lieber einfach von weltgewandten Humanisten repräsentiert wissen wollen.
Ganz offensichtlich kann ich es mir nicht aussuchen und ich glaube Guido auch nicht wirklich. Deswegen jetzt auf voller Breite: Solidarnoz, Augen zu und durch! Guido go! Guido go!
Wieviele schwule Mädchen kommen eigentlich in das neue Kabinett?

Bald ist es soweit: Während in den USA noch wild demonstriert und gefordert wird, haben wir in Deutschland viel mehr! Das Gleichstellungsgesetzt, die Homoehe und bald das erste burleske Polit-Dreamteam:...