Was wohl passiert wenn man seinen Kunden einige SMS sendet und ihnen verspricht das was Tolles passieren wird, wenn sie nur alle auch dort hin kommen? Das passiert: 13.000 Leute auf dem Trafalgar Square in London singen lauthals glückseelig mit PINK mit – Ach nimm mich!
TAKE A PEACE OF MY HEART BABY! Come on! Come On! COME ON!
SING IT!!!! B A B Y!
Würden nur immer meine Telefongebühren so schön verprasst werden!
Kein Geld, Papi oder Beziehungen aber jede Menge Talent und Ideen? Immer mehr Web-Serien wälzen sich in Netz der unbegrenzten Möglichkeiten! Hier ein paar Beispiele – welche kennst du?
GLAAD (The Gay & Lesbian Alliance Against Defamation – Das schwule und lesbische Bündnis gegen Defamierung) verlieh diesen April in Los Angeles den 20sten Media Award (den “Homo-Oskar”). Wer den Links folgt wird vielen alten Bekannte und liebgewonnene Fernsehformate wiederbegegnen…
Bei uns in Europa weniger bekannt ist der orginale Clark Kent (aka Supermann): Keith Olbermann und seine linksliberale TV-Polit-Show “Countdown” (NBC) in der er Raum und Zeit und Emotionen und die richtigen Worte fand zur “Proposition 8” der Volksabstimmung im November 2008 in Kalifornien in den USA die in beschämender Weise eine Mehrheit gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften fand.
Dieser Beitrag wurde zurecht mit dem ”GLAAD Outstanding TV Journalism Award” bedacht – Look See!
Hier seine Dankesansprache:
Wer sind Europas herausragende Journalisten? Wo ist GLAAD Europe?
Naja, Allgemeinwissen gell? In den USA hat MTV einen Homo-TV-Sender namens Logo (Nein, das deutsche schwule TIMM hat damit nix zu tun) und dazu einge unterhaltsame Nebenschauplätze. Unter anderem die lustigen Webseiten AfterElton (John) und AfterEllen (DeGeneres). Beide Webseiten haben in den Staaten Leitkulturcharakter (Ach, deutsche Sprache schöne Sprache!) und schon so einige Steine ins Rollen gebracht (und Celebrities aus dem Schrank gekugelt). Ein besonderes Highlight ist die Hot 100 Wahl jedes Jahr im Frühling. Und für die Damen – The Winner is: “Portia DeRossi”! Natürlich macht es viel Spaß die 100 wunderschönen Damen auf AfterEllen im Detail zu bewundern (do so!) – hier aber die eigentliche Ursache für Portias Erdrutschsieg: Ellen interviewt Portia – Ihre Ehefrau – in ihrer eigen landesweiten TV-Show “Ellen”.
Nicht genug? Naaaaa gut: Hier entschuldigt sich Portia für Ihre Ehe (nachdem in Kalifornien per Wahlentscheid – Preposition 8 – die Homo-Ehe wieder abgeschafft wurde).
Immernochnicht genug? Ok – hier singen Ellen & Portia “I got you Babe!”
Klar – JC ist der perfekte Tomboy, die perfekte Diva, das perfekte Monster… UND sie hat Marilyn Monroe flach gelegt… sagt die Monroe.
Die meisten von Euch kennen Joan (Lucille Fay LeSueur) als die böse Hexe bei Walt Disney oder als Monstermutter in Mommy Dearest (danke vielmals Fay Dunaway). Aber da war alles schon lange vorbei.
Zahllose Stummfilme, Hollywoodschinken und Evergreens gehen auf ihr Konto. Herzensbrecherin, Pinupgirl, Filmgöttin, alles wurde über sie gesagt, niemand hat sie geschont. Alle hat sie verzehrt. Ach JC, erschieß mich!
Monica Nolan Filmemacherin und Autorin aus San Francisco will dich schwer prüfen. Als bekennender Trashfan blintzelt mich Lois Lenz schon seid geraumer Zeit aus verstaubten Bücherregalen an: “Nimm mich mit!”
Doch braves Bildungsbürgertum und – ich gebe es zu – ein klein wenig Scham, hatten ein Zusammenkommen verhindert. “Kürzlich” in der Castro Street in besagtem SF war es dann soweit. Hier konnte man unter Seinesgleichen dieses adequates Mitbrigsel rasch in die “Say No To Prop.8!”-Tüte verschwinden lassen. Alles war gut. Style und Coolness sind aufrecht erhalten, die Beute eingefahren.
Und dann das: Ohne jedes Zaudern hemmungsloser 50er Jahre Kitsch. Vom ersten bis zu letzten Wort. Versprochen! Lustige kleine Lebensturbulenzen, stets abgeschmeckt mit einem hübschen Happy End. Alles komplett aus der L-Word-Brille mit dem gewissen Gefühl für Schirm, Scharm und Melone.
Wessen innere Grace Kelly dann noch unbefriedigt sein sollte, kann mit den lesbischen Pferdegeschichten nachladen. Keine Bange, man muss kein pferdeverrücktes Göhr sein um mit wilden Stallbürschinnen, mit verbrecherischen Rennbahngöttinnen oder mit reitenden Frontkrankenschwestern mit zu fiebern.
Bist du stark genug dafür? Was meinst du?
“Lois Lenz Lesbian Secretary – Her Soul was pure. Her desires were simple. Her typing was impeccable.”
“The Big Book of Lesbian Horse Stories: When these Sapphic sisters saddle up, ecstasy is only a hoofbeat away!”
Ein bunter Strauß Lebenserfahrung hat uns zu diesem fantastischen Blognamen gebracht und dann das: Joan Crawford war vor uns da!
Eigentlich sollte uns das nicht wundern. Wir werden all den Megamädchen die vor uns da waren eine Rubrik widmen und nicht weiter schmollen. Danke Joan, für alles (aber dieser Film war echt Käse).
Our Modern Maidens, Part 1 1929 silent film directed by Jack Conway, and starring Joan Crawford, Rod La Rocque, Douglas Fairbanks, Jr., and Anita Page in
Yada Yada Yada – Blöde Frauenbilder, dumme Klischees, keine Dykes im Film oder wenn dann wird immer viel gelitten, rumgeheult und zum Schluß gestorben… Naja, für bis in die tiefen Neunziger stimmt das wohl auch so im Großen und Ganzen. Es läßt sich aber doch was Hübsches draus machen wie uns JD, Aktivistin aus Miami, zeigt: