Archive for the ‘Popkultur’ Category

Sex in Abu Gucci

Posted 07 Jun 2010 — by Arielle
Category Popkultur, Queere Momente

Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda – die vier Mädels aus Sex in the City haben mich über Jahre hinweg erheitert – und es sogar geschafft, die einem Gipsarm zu verdankende Langeweile per Sammel-DVD-Box zu versüßen. Nun also der Film, Teil 2. Wieder dabei: Popcorn, Bier und die beste Freundin.

Die vier Mädels aus New York sind im Alltag gelandet und hadern: mit Ehe-, Libido-, Kinder- und Jobfrust. Jede auf ihre eigene Art. Ein Trip nach Abu Dhabi ins 5-Sterne-Hotel in Abu Dhabi soll Abwechslung in die Niederungen des Lebens bringen.

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Um eins klar zu stellen: Natürlichzeigt SitC Upperclassmädchen mit Upperclassproblemchen, hypt sündhaft teure Statussymbole und produziert klassische Rollenbilder. Trotzdem war SitC immer auch feministisch, explizit, selbstironisch, klug und unglaublich witzig. Beim neuen Film scheint den Machern der Plot ausgegangen zu sein, der weit hinter die rasanten Storys aus der Serie zurückfällt. Richtig ärgerlich ist aber die vergebene Chance, endlich einmal einen ironischen und klugen Kommentar zum angespannten Verhältnis der US-amerikanischen Kultur zu einem – wie auch immer ausgeprägten – Land mit islamischer Kultur zu geben. Die gezeigten Konflikte handeln vom unterschiedlichen Umgang mit Intimität – meist leider so plump, dass man sich in Eis am Stiel III wähnt. Samantha, die unerschrockene Nymphomanin und Kämpferin für eine freie Sexualität verhält sich wie ein wütender Teenager, als ihr auf dem Markt Kondome aus der Gucci-Tasche plumpsen und sie von männlichen Ordnungshütern gestellt wird. Von der selbstbewußten Frau der Serie

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ist nicht viel übrig geblieben als ein respektloses Hormonmonster. Für ein paar Lacher und gute Momente ist der Film aber trotzdem gut. Der schwule Butler Abdul – wie Paula Abdul – der bald nur als Paula kursiert, die kitschige Hochzeit von Stanford und seinem Freund und die absurden Kostümwechsel halten die Versprechen der Serie. Ach, Mädels, es hätte eine kluge Komödie nach all dem islamophobischen Aktionismus seit 9/11 werden können. Rausgekommen ist ein Kostümfilm auf Pennälerniveau. Too bad!

Bavarian Burlesque at it’s Best

Posted 22 Apr 2010 — by Pet
Category Heldinnen, Popkultur

Während wir noch auf Exklusivberichte von DEM L-Beach warten, möchte ich euch AUF JEDEN FALL noch die FILLY FOLLIES vorstellen, einen  Burlesque- Truppe  die nicht nur beim Queerbeatfestival für Aufsehen gesorgt haben. Burlesque, in Nordamerika längst in der queeren Szene angekommen, führt in Deutschland noch ein Stiefmütterchendasein. Und das ist bei diesen Damen GAR NICHT angebracht! Doch lest selbst und geht dann gucken:

Ihr, die Filly Follies seid eine New-Burlesque- Truppe aus München. Was versteht Ihr darunter?
Diva Desaster: Burlesque ist sehr schwer zu definieren, da es soo viele Facetten hat. Auf der einen Seite bestehen die Performances aus kleinen Geschichten, die humorvoll und satierisch dargestellt werden in dem man sich entblöst. Auf der anderen Seite kann Burlesque etwas sehr klassisches und glamouröses sein.
Für beides gilt aber, dass die eigene Sexualität und Striptesase zelebriert wird, in einer Art die nichts mit den üblichen Klischee von Striptease zu tun hat.

Wie kamt Ihr auf die Idee, Burlesque zu machen? Gibt es Vorbilder die Ihr habt?
Aphrodite Divine: Vor einigen Jahres habe ich im Fernsehen in eine Reportage über New Burlesque hineingezappt. Da sah ich eine rothaarige, wunderschöne, überaus kurvige Frau, die nur mit einem grünen Glitzerstring bekleidet ein Rad schlug auf der Bühne…das hat mich echt beeindruckt, so schön und unverfroren wollte ich auch sein!

Es geht bei Burlesque viel um Bekleiden, respektive Entkleiden. Wo bekommt Ihr Eure Kleider her?
ChiChi Bouvet: Unsere Kostüme machen wir selbst. Das macht sehr viel Spaß und gehört irgendwie auch mit zur Leidenschaft für Burlesque dazu.

Seht Ihr bei Eurer Show einen feministischen oder queeren Bezug?
Aphrodite Divine: Queer im Sinne von grenzüberschreitend, bzw. anders sind wir sicherlich. Unser selbstbewusstes Auftreten als Performerinnen jenseits des gängigen “Silikon-Fitness-Studio-Diät”-Wahns ist schon fast ein feministisches Manifest an sich, finde ich. Bei uns zählt bei aller Ästhetik die Ausstrahlung mehr als ein flacher Bauch oder stramme Schenkel. Das erklärt vielleicht auch warum unser Publikum, anders als beim klassischen Striptease, zu einem großen Teil weiblich und/oder queer ist.

Warum sollten wir Euch unbedingt anschauen?
Diva Desaster: Weil Burlesque sehr unterhaltsam ist!

Mehr Infos über die Filly Follies findet ihr HIER,  live zu sehen sind sie am 12.06. im Theater Drehleier (München). Es ist eine Wiederholung des Glamouresque-Programms mit den Filly Follies und tollen Gästen aus München (Stormy Heather)und Stuttgart (Diamonds in Disguise).
Einlass ist um 18: 30, Beginn um 20:30, Karten zu 13€ sind in Kürze bei den Filly Follies oder beim Theater erhältlich.

Here we go again – Internationales Frauenfilmfestival

Posted 13 Apr 2010 — by pippa
Category Popkultur, Queere Momente

In Nordrhein-Westfalen ist alles schrecklich eng. Es ist das Bundesland mit den meisten EinwohnerInnen und kann sich außerdem damit brüsten, über das dichteste Autobahnnetz Europas zu verfügen. Gerade diese bisweilen schwer erträgliche Enge macht es möglich, dass die beiden NRW-Metropolen Köln und Dortmund frauenfilmtechnisch ENG zusammengerückt sind. Die beiden Frauenfilmfestivals feminale (Köln) und femme totale (Dortmund), beide in den 80ern gegründet, sind seit ein paar Jahren eins – das IFFF Internationale Frauenfilmfestival Dortmund Köln. Ab sofort, 14. April, bis zum Sonntag, 18. April, in Köln, im nächsten Jahr wieder in Dortmund.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich in den 90ern regelmäßig zur feminale gegangen bin – eher, weil ich dabei sein wollte, und weniger, weil ich die experimentalen Kurzfilme verstanden hätte. Aber gut, immerhin waren sie lesbisch. Diesmal lasse ich den Kurzfilm-Block aus und kapriziere mich auf eine Lesben-Ehe (Edie & Thea), ein Porträt der Lyrikerin Friederike Mayröcker und – ein absolutes MUSS für mich als Romy Schneider-Fan -: Henri – Georges Clouzot’s Inferno. Aus dem Pressetext: “INFERNO ist die Dokumentation eines psychedelisch-experimentellen Filmtrips, der viel wagte und radikal scheiterte.” Also wieder was, das ich vielleicht nicht verstehe – aber immerhin mit Romy.

Ansehen!

Posted 09 Apr 2010 — by Arielle
Category Popkultur

Schon der Trailer hat mich in den Kinosessel gehauen:

Als Hauptdarstellerin Gabourey Sidibe für den Oscar in “Precious” nominiert wurde, zerrissen sich viele das Maul über die “dicke Schwarze” oder die “schwarze Dicke” – je nach Hirnausstattung des Absenders.

Lee Daniels Film basiert auf dem Bestseller „Push“ von Sapphire aus dem Jahr 1996, einem Kultbuch für Jugendliche. Die Verfilmung, die mit Unterstützung von Oprah Winfrey und Hollywood-Moguls Tyler Perry einen Verleih fand, lief auf allen großen Festivals. In den USA kritisierten viele , dass rassistische Stereotypen zur soziologischen Peepshow aufgepusht werden. Der schwarze Regisseur Lee Daniels konterte: Er zeige lediglich die Welt, in der er aufgewachsen ist. Well, let´s watch and see.
Wir sind gespannt, was ihr über den Film denkt. Natürlich erst, nachdem wir ihn alle gesehen haben.

Alors on dance!

Posted 31 Mrz 2010 — by Arielle
Category Feiern, Popkultur

Stromae werden zwar nicht beim zweiten QueerBeats Festival in der Muffathalle aufspielen, dafür läuft der Song aber regelmäßig bei der queeren Undergroundpartyschwester, dem Candy Club. Thomas Lechner, der beide Veranstaltungen ins Leben gerufen hat, erfreut die queeren Undergroundfans schon seit zehn Jahren mit sagenhaft fröhlichen Partys.

Foto L. Posselt

Für das Festival am 4. April 2010 hat Thomas schon zum zweiten Mal eine Reihe beachtlicher MusikerInnen und KünstlerInnen verpflichten können. Von Anat Ben David über die Faggot Fairys bis zu den Slagsmalsklubben wird es wild & zart, laut & leise, aber vor allem: spaßig und spannend!  Hunter Valentine gibt ihr  Europa Deput und wird uns mit ihrem schmucken Indie- Rock  zum zucken bringen, hmmmm. Wir verlosen eine Freikarte. Frage: Welche Band aus PRAG ist beim QueerBeats Festival 2010 zu hören? Schreibt uns und unsere redaktionseigene bezaubernde Jeannie wird eine Gewinnerin für die Gästeliste erküren.

Hingehn! Tanzen! Amüsiern!

Me and my Doppelbusen

Posted 17 Mrz 2010 — by Arielle
Category Popkultur

Was ein Doppelbusen ist, lernte ich neulich bei der beeindruckenden BBC-Doumentation “Me and my big breasts”: Nämlich, das, was entsteht, wenn man einen zu kleinen BH trägt. Überhaupt ist das Leben mit großen Brüsten verdammt schwer. Rückenprobleme und spezialangefertigte Büstenhalter in Größe Doppel F oder G für teures Geld sind noch die kleinsten Übel. Drei junge Frauen zeigen in der Doku ihren Umgang mit ihrem XXXL-Busen.

In Bayern gibt es für den Doppelbusen eigens einen extra Dirndl-BH. Der presst alles ordentlich zusammen und in die Höhe – das treibt jeder Damenoberbekleidungsfachverkäuferin die Tränen in die Augen. Erfreut aber so manches Damen- und Herrenauge.

schon gegleekt?

Posted 16 Mrz 2010 — by Pet
Category Popkultur, Queere Momente

Kommt es zu TV- Serien, zeige ich meist geringen Sachverstand. Bei dem kürzlich entdeckten Glee, dem neuen High School Musical, könnte das anders werden. Als bisher nicht geouteter Musical Fan schmachtete ich schon bei West Side Story, A Chorus Line und schließlich bei Moulin Rouge. Doch nun, alt, out und proud bekenne ich mich: ich sitze bei dramatischen Szenen wahlweise nägelkauend, heulend oder mitsummend mit Taschentuch auf der Couch und hoffe das beste für die Helden, übe hier und da ein paar Tanzschritte ein und belästige meine Freundin mit Wiederholungsschleifen- Geträller.

Ob Glee mich dazu bringen kann, muss sich herausstellen, auf jeden Fall stimmt der Unterhaltungswert dank Nerdlets, Dancenmoves und vor allem der großartigen Jane Lynch. Diese spielt Sue Sylvester dermaßen überzeugend, dass ich ihr sofort einen Cafe bringen möchte um mich dann anstänkern zu lassen. Doch seht selbst:

Die Shows sind online auf http://www.casttv.com/shows/glee/showmance/czlmoi#episodes zu sehen

Kathryn Bigelow macht Geschichte!

Posted 08 Mrz 2010 — by Mars
Category Anderswo, Heldinnen, Popkultur, To Good to be True

Kathryn Bigelow macht nicht viele Filme (weil sie in ihrem 2. Leben als Malerin auch sehr beschäftigt, erfolgreich und glücklich ist), aber dafür ausschließlich herausragende! U.a. Near Dark, Blue Steel, Point Break, Strange Days… und nun The Hurt Locker. Heute Nacht hat Kathryn es in jedem Fall der Welt und Ihrem Ex – dem Avatar-Titan James Cameron – mal so richtig gezeigt: 5 Oskars für “The Hurt Locker” – Bester Film, Bestes Buch, Bester Regisseur, Bester Ton-Schnitt, Bester Ton, Bester Schnitt. Ha! Mädels, zugeschaut: So geht Feminismus.

Trotzdem sehen wir uns verträumt nach dem ersten wirklich cool Teenie-Vampierfilm ever!… nach der ersten sau-coolen Filmpolizistin die härter als Clint Eastwood mit ner genauso großen Knarre aufräumt… oder nach dem ultimativen ALLER Surfer-Film!

Kathryn: Danke für die kleinen Geschichten und die großen Gefühle, für die überwältigenden Momente, für das Monumentalwerk Film. Danke für den Triumph über Plastik (Avatar/Camron)… und danke fürs Durchhalten und letztendliche Durchsetzen als erste Frau gegen die “großen Jungs”!

Ach Kathryn, können wir dich clonen? Oder wäre schon das nächste Filmthema.




auf der suche nach ner neuen freundin?

Posted 08 Dez 2009 — by Pet
Category Popkultur, Queere Momente

einfach zum interview einladen.

a bit cheesy but still funny.

Die Sesamstraße wird 40!

Posted 15 Nov 2009 — by Matze
Category Popkultur, To Good to be True

Jetzt sind schon Elmo, Erny & Bert, das Krümmelmonster über vierzig! Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaano. Aber schön! Wie z.B. hier:

Alle Vids hier: Sesame Street (spaßig und englisch), SesamStraße (deutsch und dröge)

Verpasst nicht: Julia RobertsNorah Jones, Elle DeGeneres, India Arie, Natalie Portman, Ben Stiller oder Robert DeNiro als Kohlkopf :-))))))) oder Johnny Cash!