Archive for the ‘Sportlich’ Category

U20 Frauen WM Fußball

Posted 05 Jul 2010 — by Mars
Category Sportlich

Was habe diese Orte gemeinsam? Augsburg, Dresden, Bochum und Bielefeld? Jaja – Zweitereihe-Städte mit extrem langweiligen Konzernzentralen… und sonst? Genau: Sie sind die Austragungsorte der U 20-Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland vom 13. Juli bis 1. August! Es gibt also, nachdem unsere Jungs Weltmeister geworden sind (mindestens in unseren Herzen!), keine Versorgungslücke! Wer nicht im Urlaub ist, fährt in die Provinz und und sucht sich ein Augensternchen unter unseren U20-Topmodells: “GO MÄDLS GO!!!”

Alles über die u20 WM der Frauen  findet ihr HIER.

Sturm der Gefühle

Posted 18 Jun 2010 — by Pet
Category Sportlich

Nein, es geht heut nicht um die fabelhafte Uschi Blum und ihren Sturm der Gefühle.

Es geht – wer würde um die Zeit schon drauf kommen- um Fussball. Und da so einiges von Zeitungen geschrieben wird, komm auch ich nicht drum rum.
So muss von der Süddeutschen die Frauendiskriminierung aus der Schublade gezogen werden, um den peinlichen Kommentar von Müller- Hohenstein, die den Begriff “innerer Reichsparteitag” als Ausdruck des Gefühl höchster Freude eines polnisch-deutschen Fussballspielers beschreibt, runterzuspielen und dem auch noch was hinzuzufügen haben.
http://www.sueddeutsche.de/sport/zdf-wm-und-mueller-hohenstein-der-innere-reichsparteitag-der-netzgemeinde-1.958922-2
Alles was recht ist, aber für sowas geben wir uns nicht her. Moderne Mädchen mal wieder humorlos.

Klar wird diskriminiert, gerne auch im Fussball. Wissen wir, ärgern wir uns oft oft oft. Darüber zu berichten würde einigen Zeitungen stehen. Aber der Faux-Pas von Frau Müller- Hohenstein war deutlich im Abseits und sollte nicht verschwubbelt werden mit irgendwelchen Genderthemen nach dem Motto “Frauen haben es so schwer”. Da macht die Taz das schon Titanic-esker, indem sie sich ordentlich drüber lustig macht und freut.

L-Beach #1 von innen

Posted 26 Apr 2010 — by Terri
Category Anderswo, Feiern, Musik, Queere Momente, Sportlich

Mittwoch Mittag in Hamburg St. Georg. Ich treffe Claudia, die Veranstalterin, und Sabrina, Verantwortliche für die Filmdrehs. Wir müssen den Transporter mit dem Büro befüllen – Drucker, Stifte und kistenweise Krimskrams werden gutmütig vom Sprinter verschluckt.

Schnell noch Künstlerverpflegung mit Claudia besorgen. Dance yourself to Death haben frischen Ingwer geordert. MEN haben etwas auf dem Zettel stehen, was weder Gastro-Profi Claudia noch ich als freudige Konsumentin verstehe, irgendeine seltene Sorte Alkohol wahrscheinlich. Nein, Drogen waren es nicht.

Schokoriegel, Powerriegel, das gibt’s alles hier nicht bei Budni. Stattdessen wandern Reiswaffeln und Bio-Leckereien in den Einkaufswagen. Ist noch viel teurer als der angeforderte Süßkram – aber vielleicht etwas zu gesund für die Amis und Canadians unter den Künstlern, wer weiß…

Claudia überfällt noch schnell ihre Bank, um Wechselgeld zu besorgen und dann geht es voll beladen Richtung Ostsee, mit einem kleinen Abstecher bei einer Schreinerei – die Verkleidungen für die DJ-Pulte müssen abgeholt werden. Nun platzt der Sprinter fast endgültig und wir tingeln endlich dem Ziel entgegen.

Mittwoch und Donnerstag sind gefüllt mit Büro aufbauen, Merchandising Shop an den Start bringen, 4000 Welcome Bags mit L-Mag, Flip-Flops, Aufklebern, Shooter und Postkarten befüllen, einen Schock erleiden, weil Eyjafjallajökull in Island auf seine Existenz hinweisen will und mit seiner Aschewolke einen Flughafen nach dem anderen außer Gefecht setzt. Panisches Herumtelefonieren und Umdisponiererei. Am meisten gefährdet ist der Auftritt unseres Main-Acts: Uh huh her. Sie können schließlich nur noch in Paris landen, das Orga-Team zaubert irgendwie noch einen Mietwagen herbei (im Laufe des Tages gibt es nirgendwo mehr welche), und der Drummer Josh fährt zwölf Stunden hoch bis zum Weissenhäuser Strand.

Die Sängerin Horse erwischt es eiskalt, Flughafen England ist bereits geschlossen und sie muss ihren Auftritt absagen. Ebenso die Djs Helle und Katja Gustafsson aus Skandinavien. Die Telefone laufen heiß, Djs müssen einspringen, es ist ein unglaubliches Termingewusel. Immer, wenn du denkst, es ist vollbracht, kommt etwas anderes mit Macht! Abends schmeißt Claudia eine kleine Teamparty, wir sind alle enthusiastisch und freuen uns auf den nächsten Tag!

Freitag: gegen Mittag wächst vor der Rezeption eine Schlange – alle wollen zu L-Beach! DJ Hildegard spielt in der Vorhalle auf, um die Wartezeit zu verkürzen. Immer voller wird die Anlage, bis man irgendwann fast nur noch Frauen sieht, lediglich vereinzelt stolpern regionale Feriengäste aus dem Badeparadies oder der Minigolf-Anlage.

Kick-Off um 18 Uhr mit Jenny Shimizu und Lucy Diakovska. Das Zelt ist etwa zur Hälfte gefüllt, viele genießen noch den sonnigen Abend am Strand oder erholen sich im Appartment. Ella Bandita legen als erste Band los und heizen den Mädels gut ein. Ich widme mich wieder meinen Aufgaben und renne zwischen meinen Floors herum.

Heute geben sich unter anderem Steffi List, Dance yourself to Death, BETTY und Fagget Fairys die Ehre. Letztere rocken das Haus bis zum Anschlag, die anderen Auftritte habe ich leider aus Zeitmangel nicht gesehen.

Der nächste Tag beginnt gleich wieder actiongeladen, die ersten Djs gehen am Mittag bereits an den Start, im Rondell laufen seit dem frühen Morgen Filme.

Im Circus (dem Zelt) und in der Hall stehen Soundchecks auf dem Programm. Anatomie Bouscoulaires Schlagzeugerin, hat durch die zwölfstündige Autofahrt einen komplett verspannten Nacken und kann kaum spielen. Dank der schnellen Hilfe von Conny, die eigentlich nur als Gast auf dem Gelände ist, und von Berufs wegen Menschen entknotet, ist sie dann doch fit für den Auftritt. Künstlerbetreuerin Sonja fällt ein Stein vom Herzen!

DJ Hildegard

Frau Hoppe schwingt sich herein zum Soundcheck. Sie hat bereits gestern bei mir in der Lounge aufgelegt und berichtet, dass ihr irgendwann danach ein Bier in die Tasche gefallen ist. Ihre Tagesbeschäftigung bestand daraufhin aus CDs waschen und (einzeln!!) trocknen.

Die Arme! Aber da sie auch Platten dabei hat, bringt sie das überhaupt nicht aus dem Konzept.

Heute ist der Tag in der Anlage übrigens exklusiv den L-Beach Gästen vorbehalten, das heißt, auf dem gesamten Gelände gibt es keine anderen Gäste, vom Dschungelland übers Minigolf bis zum Badeparadies, in jedem Restaurant und allen Event Locations nur Frauen! Viertausend an der Zahl…

Als ich mit 18 Jahren bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen war, tauchte ich für den Abend in eine andere Welt ein. Nur handelte es sich da um einen Kinosaal gefüllt mit Frauen. Keiner hätte sich in den 90ern vorstellen können, dass irgendwann ein komplettes Ferienresort restlos durch Frauen ausverkauft ist!

Auf dem Konzertplan für heute stehen unter anderem Elli, MEN und Uh huh her. Es ist unglaublich voll überall, ich schlängele mich durch die Massen und sehe schon den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Bei viertausend Lesben schaut man dann doch nicht mehr jede einzeln an, es wäre Overdosis!

Der Zeitpunkt naht: Uh huh her treten gleich auf. Das Zelt hat ein Fassungsvermögen von 4000 Leuten und ist voll bis zum Eingang. Es ist ein erhebender Moment und ein tolles Gefühl. Das Orga-Team wartet aufgeregt im Backstage-Bereich. Es geht los. Uh huh her werden von Stage-Managerin Julia auf die Bühne geschickt. Auch wenn nicht alle mitmachen, das Kreischen der Menge erreicht sicherlich Düsenjetlautstärke, Jubel und Klatschen empfängt die amerikanische Band um L-Word Darstellerin Leisha Hailey.

Dieser Auftritt ist der Höhepunkt des Festivals, und wir sind froh, dass alles geklappt hat. Claudia wird zu ihrem Erfolg beglückwünscht, in den Arm genommen und geherzt, sie strahlt!

Jenny Shimizu

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Entspannung. Ein Tag noch, der klappen muss, aber das meiste haben wir bereits gestemmt. Etliche Gäste pilgern zum Strand, denn immer noch beehrt uns Miss Sunshine. In der Hall findet eine Diskussion statt zu dem Thema Diskriminierung von Frauen im Profisport. Der Saal wurde zu diesem Zweck bestuhlt, es gibt eine moderierte Talkrunde. Ich muss kurz rein, um Claudia zu finden und staune: der Saal ist voll! Weiter geht’s, wieder zur Lounge. Auf der direkt nebenan gelegenen Terasse entspannen einige Gäste, ein Grüppchen junger Mädels hält ab und zu ein Schild hoch „Denmark Sweden – going North“, offensichtliche Vulkanopfer oder einfach nur Sparfreudige, die eine Mitfahrgelegenheit suchen. Ihre Laune wird dadurch offensichtlich nicht vermiest, sie feiern einfach weiter, als wäre es noch Samstag Nacht.

Auf der Tanzfläche steppt der Bär, mich wundert es bei dieser Uhrzeit! Erst nach einiger Zeit beruhigen sich die Frauen und suchen erneut die Sonne auf. Langsam kommen sie runter, von Feierlaune in Chillmodus. Die Lounge ist der letzte Floor, auf dem noch etwas stattfindet. Kurz nach 18 Uhr schließe ich die Türen zur Terasse.

Die meisten Gäste reisen ab, aber einige haben verlängert und bleiben noch. Die Anlage leert sich zusehends, es wird ruhiger. Am Abend gesellen wir uns zu den Bands im Hotelrestaurant und gehen anschließend mit ihnen in die Spielhalle. Erst wird gebowlt, dann alles kreuz und quer gespielt. Kicker, Flipper, Basketballkörbe werfen, alles was der Raum hergibt. Mit von der Partie sind MEN, Jenny Shimizu, Anatomie Bouscoulaire und BETTY. Die Halle ist leer bis auf zwei kleine Gruppen von Frauen, die auch gleich ganz neugierig rüberschauen.

Lucy und Veranstalterin Claudia

Wir vom Team kommen nun auch langsam runter. Die ersten lustigen Anekdoten machen die Runde. Auch dieser Tag geht dann immerhin noch bis ein Uhr nachts. Ich habe mittlerweile Dauer-Fußschmerzen und bin völlig übermüdet, wie jede hier.

Der anschließende Tag steht ganz im Zeichen des Abbaus, und am Abend verlasse ich die Anlage. Tschüss, Weissenhäuser Strand – bis 2011!

Grimme-Preis für die Suche nach Schwulen und Lesben im Fußball

Posted 12 Mrz 2010 — by Pet
Category Sportlich

gestern wurde die DSF Dokumentation “Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball” von Aljoscha Pause mit dem Fernseh-Grimme- Preis ausgezeichnet. In der Begründung schreibt die Jury:

“Das ist ein Thema, das weder gute Einschaltquoten verspricht, noch aufregende Schlagzeilen – zumindest, solange sich nicht der erste Bundesliga-Spieler outet. Der DSF-Autor Aljoscha Pause hat dieses weitgehend verborgene Thema dennoch über zwei Jahre intensiv und nachdrücklich verfolgt, hat darüber zwei Filme gedreht, die nicht sensationssüchtig, sondern eher das Gegenteil sind – manchmal sogar sehr leise und in vielerlei Hinsicht traurig. Seine beiden Filme sind im besten Sinne aufklärerisch. Im ersten Film, “Das große Tabu”, zeigt Pause einen Missstand; im zweiten – “Tabubruch” – beschreibt er, wie versucht wird, diesen Misstand zu beheben. Das ist von einer Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, die vorbildlich ist für den gesamten Sportjournalismus im Fernsehen.”


Der Film ist bei Youtube zu sehen und auch dort herunterzuladen.

Während die Zeit am Beispiel vom Outing Gareth Thomas, dem walisischen Rugbytier und Weltgröße in seiner Sportart, belegen will, dass sich homosexuelle Männer auch im deutschen Nationalsport nicht mehr vor einem Outing fürchten müssen, zeigt die Doku wertungsfrei den momentanen Stand bei Fans, Coaches und Dr. Theo Zwanziger, der ein Outing untertützen würde. In der ersten Doku des DSF bringt  Christoph Daum Homosexualität in Zusammenhang mit pädophilen Übergriffen. Das macht dann wieder sprachlos.

Und wie steht’s mit den Frauen?

Tanja Stelzer resümiert im  Tagesspiegel: “Frauenfußball gilt als Lesbensport, vielleicht auch das ein Grund, warum er so wenig Anerkennung findet und sich so schlecht vermarkten lässt. In der Welt der Werbung kommen lesbische Frauen nicht vor. Tina Theune-Meyer schätzt in ihrer Diplom-Arbeit, dass 20 bis 40 Prozent der Fußballerinnen lesbisch sind.”

Lezmag zitiert den Wiener Sportsoziologen Otmar Weiß : „Der hohe Anteil an Homosexuellen im Frauensport stellt ein „Riesenproblem“ dar. „Viele junge Mädchen können mit diesen Erfahrungen nicht umgehen, sind überfordert und werden häufig im Stich gelassen” . Und fügt eine Aussage von Ingrid Kornberger, Trainerin im österreichischem Feldkirchen hinzu: “Es gibt auch Diskriminierungen gegen Heterosexuelle. Viele Mädchen müssen oft den Fußball aufgeben, weil deren Eltern Angst haben ihre eigene Tochter könnte dadurch auch lesbisch werden.” Sie geht von einer Zahl von 80 Prozent Lesben im Fussball aus.

Ergo: es gibt wohl Lesben im Fussball (ach!), die sind in einer androzentristischen Welt aber keine Bedrohung und lassen sich schlecht vermarkten. Es sei denn, sie sehen aus wie Angelina Jolie, machen Trikottausch und beflügeln die erotische Phantasie.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW will lesbisch-sein im Fussball vor der WM 2011 thematisieren: Für ihre Aktion “für Offenheit und Akzeptanz von Homosexualität im Fussball”  hat die Fotografin Monica Brauer vier Plakatmotive gestaltet  um auf die nach wie vor existierende Diskriminierung und Unsichtbarkeit von lesbischen Frauen in der Fußballwelt aufmerksam zu machen. Davon, dass Sportreporter nicht nur über Ehemänner und Kinderkriegen von Fussallfrauen berichten, sondern auch von Partnerinnen, sind wir wohl noch was entfernt. Und von einem Untertrikot, auf dem “schwul” steht auch.

mehr zu fussball und homosexualität auf http://www.reflect-online.org/index.php?id=209

100.000 verkauft

Posted 09 Nov 2009 — by Pet
Category Sportlich

der Vorverkauf für die Fussball WM 2011 in Deutschland hat begonnen.  Nach einer Woche sind bereits 100.000 Karten verkauft. Augsburg wird beben, Berlin und wir natürlich auch.
Tickets und Infos gibt`s hier
WWCUP China GERMANY

“When the stable gates are close, climb the fence!”

Posted 02 Okt 2009 — by Mars
Category Sportlich

julikroneDie erste Frau die eines der TOP-US-Pferderennen gewonnen hat. Die erste Frau die auf der New Yorker Rennbahn 5 Rennen am Stück gewonnen hat. Die erste Frau die ein Triple Crown Rennen gewonnen hat. Die erste Frau in der US Hall of Fame der Jockies: Julie Krone, einer der besten Jockies aller Zeiten. Katherines Brooks neuer Film “The Boys Club” ist ihre Geschichte…

Intro:

Kates Filmographie:

1140 Royal Street (In Development)
The Boys Club (2010)
Waking Madison (2009)
Loving Annabelle (2006)
Finding Kate (2004)
Surrender (2003)
Dear Emily (2001)
Luna Butterflys (2000)
Outtakes (1998)